Energiepreise auf Allzeithoch

Inflation und gestiegene Energiepreise halten die Welt in Atem – 2022 war geprägt von massiven Steigerungen der Strom- und Gaspreise. Es wurden aber auch einige Hilfspakete geschnürt. Auch in Österreich. Ein Überblick über Erhöhungen und Reduzierungen.

Das turbulente Jahr 2022 neigt sich dem Ende zu. Vor allem die Energiepreiskrise dominierte das Geschehen in vielen Haushalten und Unternehmen. Als Reaktion darauf wurden auch in Österreich zahlreiche Dämpfungsmaßnahmen ergriffen und angekündigt, um die Auswirkungen abzufedern.

Die wichtigsten Hilfsmaßnahmen im Überblick:
Der hohe Gaspreis führt dazu, dass die Strompreise auch über ein seit langem angewandtes Preisbildungsverfahren („Merit Order“) in die Höhe schießen – auch in Österreich, wo Strom weitgehend unabhängig von Gas erzeugt wird. Die Forderung, diese Form der Preisbildung zu durchbrechen, wurde wiederholt laut.

Die hohen Energiekosten, vor allem Stromkosten, führen zu umfangreichen staatlichen Beihilfen: Jeder in Österreich registrierte Erwachsene erhält einmalig 500 Euro „Klimabonus“, Kinder die Hälfte. Das kostet insgesamt vier Milliarden. euros.

Seit Dezember – und bis Juni 2023 – subventioniert der Staat Haushalte (mit gültigem Stromliefervertrag für eine Haushaltsmessstelle) bis zu einem üblichen Jahresverbrauch mit bis zu 40 Cent pro kWh über die Strompreisbremse („Stromkostendeckel“).

Mehrere große Energieversorger haben Preiserhöhungen für bestehende Haushaltskunden angekündigt. Bei der Salzburg AG steigen die Strom- und Gaspreise ab 1. Jänner 2023, bei der Energie AG in Oberösterreich ab 2. Jänner. Auch Burgenland-Energie plant für Anfang des Jahres eine Preiserhöhung. Auch die Energie Steiermark und die Energie Graz erhöhen ab Jänner die Strom- und Gaspreise.

Grundsätzlich sind die hohen Preise im Großhandel und für Neukunden bereits 2022 eingetroffen, werden aber bestehende Verträge nur mit leichter zeitlicher Verzögerung betreffen. Bei Strom bedeutet dies beispielsweise, dass Neukunden derzeit zwischen 30 und 40 Cent pro Kilowattstunde (kWh) zahlen müssen, während einige Bestandskunden noch Tarife mit Energiepreisen unter 30 Cent haben.

Selbst im Verbund, wo viele Bestandskunden weiterhin Stromtarife deutlich unter dem aktuellen Marktniveau haben, sind Preiserhöhungen im Laufe des Jahres 2023 nicht auszuschließen.

Ab dem 1. Januar steigen auch die Netzentgelte für Strom und Gas. Bei den Stromnetzentgelten sollen bis zu 60 Prozent der Mehrkosten vom Staat abgefedert werden.

Die Energiekostensubvention
Unternehmen erhalten zudem einen Energiekostenzuschuss. Bis Ende November hatten sich dafür rund 87.000 Unternehmen angemeldet. Energieintensive Unternehmen werden so mit einem Zuschuss in Höhe von 30 Prozent ihrer Mehrkosten für Strom, Erdgas und Kraftstoff unterstützt. Dafür sind 1,3 Milliarden Euro vorgesehen.

Nachdem Handel, Gewerbe und sogar Kommunen, die nach der Definition nicht energieintensiv sind, die Einbeziehung in die Energiekostensubvention gefordert hatten, kündigte das Wirtschaftsministerium Ende Dezember die Energiekostensubvention 2 an. Diese sieht eine gestaffelte Unterstützung für Unternehmen auch ohne Nachweis einer Mindestenergieintensität vor. Stufe 1 Subventionen gibt es für Kraftstoffe, Strom und Erdgas. Für staatliche Einheiten, energieproduzierende oder mineralölverarbeitende Unternehmen oder Banken stehen keine Subventionen zur Verfügung.

Gewinnüberschüsse
Die Krise bringt auch ein neues Wort in die Diskussion: „Mehrgewinne“, also Mehrgewinne von Energieunternehmen aus der Krise, werden rückwirkend ab dem 1. Juli 2022 abgeschöpft und zur Unterstützung energiepreisbelasteter Haushalte und Unternehmen verwendet.

Als Basis dient der durchschnittliche Gewinn der Jahre 2018 bis 2021.

Seit dem 1. Dezember gibt es eine Umsatzobergrenze für Stromerzeuger. Auch die EU-Kommission hatte sich dafür ausgesprochen, solche „Windfall-Gewinne“ abzuschöpfen.
Die EU-Gaspreisobergrenze
Im Dezember einigten sich die EU-Energieminister auf einen Gaspreisdeckel: Der Gaspreis im europäischen Großhandel soll unter bestimmten Bedingungen gedeckelt werden, wenn er 180 Euro pro Megawattstunde übersteigt.

Wird dieser Mechanismus ausgelöst, wird der Preis auf maximal 35 Euro pro Megawattstunde über dem internationalen Preis für Flüssigerdgas (LNG) gedeckelt. Der Mechanismus kann ab dem 15. Februar 2023 aktiviert werden.

 

Von Hiya Karmakar

Hallo, ich bin Hiya Karmakar. Ich liebe es, Anime zu sehen und ich liebe es, Mangas zu lesen. Wenn Sie auch eine kleine Reise in diese Welt unternehmen möchten, finden Sie mich hier auf rock-news.at, wo ich hauptsächlich über Anime und Manga schreibe.

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